Pflege-Hilfsmittel
Pflege-Hilfsmittel: was zahlt die Kasse?
Pflegebett, Rollator, Inkontinenzhilfen, Hausnotruf. Die Pflegekasse oder Krankenkasse zahlt vieles, aber nicht alles. Wir zeigen, wer was zahlt.
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (42 € pro Monat pauschal)
Inkontinenzhilfen, Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Hand-Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Schutz, Schutzschürzen. Pflegekasse zahlt monatlich 42 € als Pauschale ab Pflegegrad 1. Sanitätshäuser bieten Lieferpakete genau auf diese 42 € abgestimmt.
Technische Pflegehilfsmittel (Pflegekasse)
Pflegebett, Lifter, Toilettensitzerhöhung, Aufrichthilfen. Werden meist als Leihgabe gestellt, nicht gekauft. Eigenanteil: 10% der Kosten, maximal 25 € pro Hilfsmittel. Antrag mit ärztlicher Verordnung.
Hilfsmittel der Krankenkasse
Rollator, Hörgerät, Brille, orthopädische Schuhe, Prothesen. Krankenkasse zahlt nach Festbetrag. Bei besseren Modellen müssen Sie den Aufpreis selbst tragen. Hörgerät-Festbetrag etwa 700 €, Premium-Modelle kosten 2.000-4.000 €.
Hausnotrufsystem
Knopf am Armband oder als Halskette. Bei Druck: automatischer Anruf bei Service-Zentrale, die Notarzt oder Angehörige verständigt. Pflegekasse übernimmt Anschluss (10,49 €) und Monatsgebühr (25,50 €) bei Pflegegrad 1+. Wichtig für allein lebende Senioren.
Was die Kasse NICHT zahlt
Treppenlift (außer Krankenkasse bei spezifischen Indikationen), Hausnotruf-Premium-Optionen, kosmetische Hilfsmittel, Spezialschuhe ohne medizinische Verordnung, Massagesessel. Hier gibt es nur die KfW-Zuschüsse für barrierefreien Umbau und Eigenanteil.
Häufige Fragen
Wie kriege ich ein Pflegebett auf Kasse?
Hausarzt verschreibt das Pflegebett, das Sanitätshaus liefert (oft binnen 2-3 Tagen) und rechnet direkt mit der Pflegekasse ab. Eigenanteil maximal 25 €. Bei Rückgabe wird das Bett wieder abgeholt, also keine Sorge bei Verbesserung des Zustands.
Welche Inkontinenzhilfen werden bezahlt?
Bei diagnostizierter Inkontinenz übernimmt die Krankenkasse die Versorgung über Vertragslieferanten. Standardprodukte voll, Premium-Marken oft mit Aufpreis. Tipp: bei den 42 € Pflegehilfsmittel-Pauschale können auch Inkontinenzeinlagen drin sein, das doppelt zu nutzen lohnt sich.
Was kostet ein Hausnotruf?
Anschluss einmalig etwa 10 €, monatlich etwa 25-30 €. Pflegekasse übernimmt diese Kosten ab Pflegegrad 1, wenn die Person allein lebt oder zeitweise allein ist. Ohne Pflegegrad zahlen Sie selbst, manchmal bezuschussen Krankenkassen aber bei Risikogruppen.
Hörgerät bei Schwerhörigkeit, was zahlt die Kasse?
Krankenkasse zahlt Festbetrag um die 700 € pro Hörgerät, das reicht für Standard-Geräte. Premium-Hörgeräte (1.500-4.000 €) müssen Sie über den Festbetrag hinaus selbst tragen. Bei Schwerstgehörgeschädigten gibt es höhere Festbeträge.
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